Vita

Ich arbeite seit 1987 für die Süddeutsche Zeitung. Mein ganzes Berufsleben habe ich in Bayern verbracht, als Lokaljournalist, Landtagskorrespondent, Reporter in der Innenpolitik und Leiter der Bayernredaktion. Für die SZ schreibe ich nicht nur, ich fotografiere auch Langzeitprojekte. Neun Monate in der Gnadenkapelle, dreieinhalb Jahre bei den Vorbereitungen für die Oberammergauer Passionsspiele – damit verbringe ich meine frei Zeit.

Portfolio

Fotografie

Freie Fotografie ist für mich eine Form der Kontemplation. Ich fahre oder wandere oft stundenlang durch die Gegend, bis sich plötzlich der eine Moment einstellt, der den Sucherrahmen des 28-Millimeter-Objektivs ausfüllt. Dann schieße ich das Foto des Tages. Oft sind es nur Notizen für mich persönlich. Manchmal schafft es ein Foto in die Zeitung, die Ausstellung oder in eine neue Auflage von Zeitlang. Ich fotografiere auch gerne auf meinen Reisen, obwohl ich dann meist das Gefühl habe, dass ich ein Land und seine Menschen nur klischeehaft an der Oberfläche erfasst habe.

Bei Führungen durch die Ausstellungen werde ich oft gefragt, welche Kameras ich benutze. Ich nenne die Modelle: Nikon D800, Nikon D7200, Leica M9, Leica Q. Die Besucher dürfen sie dann den Fotos zuordnen – was unmöglich ist, denn selbst auf 160×120 Print sehe allenfalls ich selbst minimale Unterschiede. Technik ist wichtig, aber kein Selbstzweck.

Coaching

Seit vielen Jahren arbeite ich nebenberuflich als zertifizierter Coach (CIP München) und Dozent für journalistisches Schreiben an der Akademie der Bayerischen Presse. Hier gebe ich praxisnahe Kurse für Führungskräfte in den Medien – garantiert ganz ohne ein Wort Coaching-Deutsch. In Kleingruppen arbeiten wir zusammen an den Problemen und Fragestellungen der Kolleginnen und Kollegen: Wie überbringe ich schwierige Nachrichten? Wie führe ich Mitarbeitergespräche? Wie motiviere ich mein Team? Was sind Führungsinstrumente? Nein, ich bin kein Motivationstrainer, ich halte auch keine Reden, sondern höre meinen Klienten zu. Ich kann auch keinen neuen Job oder Chef besorgen, wir können zusammen aber nach Handlungsspielräumen suchen. Übrigens wird in meinen Kursen – egal ob online oder im Seminarraum – viel gelacht. Humor ist auch ein Führungsinstrument

Zeitlang

Zusammen mit meinem Kollegen Hans Kratzer habe ich vor vier Jahren das erfolgreiche Projekt „Zeitlang – Unbekanntes Bayern“ gestartet. Den Anfang markierte der Bildband Zeitlang, der inzwischen in der 3. Auflage erhältlich ist. Die Aufnahmen stammen zum großen Teil aus Reportagen für die Süddeutsche Zeitung. Hier beschäftige ich mich gerne mit den ländlichen Seiten Bayerns abseits der großen Tourismuszentren in Oberbayern. Hans Kratzer hat dazu die Texte geschrieben, die vom gesellschaftlichen Umbruch handeln, der das Land in den vergangenen Jahrzehnten geradezu umgepflügt hat.

Zum Bildband Zeitlang haben wir mit der Unterstützung der Süddeutschen Zeitung eine Ausstellung konzipiert, die inzwischen sechs Stationen gemacht und dabei bis jetzt 29000 Besucher angezogen hat und ein großes Echo in den Medien fand. Wir kooperierten dafür unter anderem mit Gerhard Polt, den Brüdern Well, Claudia Pichler und Monika Drasch.

Zeitlang – Erkundungen im unbekannten Bayern